Start Glossar
35 Begriffe · einfach erklärt · mit Live-Suche

IT-Begriffe
kurz und verständlich.

Wenn dir mal ein Begriff über den Weg läuft (2FA, DKIM, NAS, Phishing, VPN), findest du hier eine kurze Erklärung ohne Fachchinesisch. Such direkt nach einem Stichwort oder klick durchs Alphabet.

2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung)

Zweiter Sicherheits-Code beim Login zusätzlich zum Passwort

Beim Login gibst du nicht nur dein Passwort ein, sondern auch einen zweiten Code, der nur du gerade hast. Meist ein 6-stelliger Code aus einer App (Google Authenticator, 1Password, Authy) oder per SMS. Damit kommt jemand auch dann nicht in deinen Account, wenn er dein Passwort kennt. Sollte überall aktiviert sein wo es möglich ist: Mail, Bank, Apple- oder Google-Account, Microsoft, soziale Netzwerke.

Apple ID

Dein zentraler Account für alle Apple-Dienste

Die Apple ID verbindet iPhone, iPad, Mac, iCloud, App Store, Apple Music und iMessage zu einem Account. Du brauchst sie einmal, sie liegt unter Einstellungen → dein Name. Wichtig: gleiche Adresse über Jahre behalten (sonst sind alte Käufe weg), Recovery-Kontakt einrichten (Familie oder Freund) und 2FA aktivieren. Probleme entstehen oft, wenn jemand zwei verschiedene Apple IDs für iCloud und App Store hat.

Apple-Support →

Backup

Eine Kopie deiner Daten an einem anderen Ort

Sicherheits-Kopie deiner wichtigen Dateien, Fotos und Dokumente. Wichtig ist: zweite Kopie an einem anderen Ort (USB-Festplatte, Cloud) und regelmäßig aktualisiert. Eine Kopie auf demselben Rechner ist kein Backup. Bei Festplatten-Defekt, Diebstahl oder Verschlüsselungs-Trojaner rettet ein aktuelles Backup das Lebenswerk.

Mehr zur Datensicherung →

Bandbreite

Wieviel Daten pro Sekunde durch deine Internet-Leitung gehen

Bandbreite wird in Mbit/s gemessen und gibt an wieviel pro Sekunde übertragen werden kann. Download (vom Internet zu dir) ist meist deutlich höher als Upload (von dir ins Internet). 50 MBit/s Download und 10 MBit/s Upload sind heute Minimum für ein modernes Setup mit Streaming, Cloud und Videocalls. Glasfaser bietet symmetrisch (Up = Down).

Speedtest →

Cloud-Speicher

Dateien auf einem Server im Internet statt lokal

Statt Fotos und Dokumente nur am eigenen Gerät zu speichern, liegen sie auf einem Server im Internet (iCloud, Google Drive, OneDrive, Dropbox, Nextcloud). Du erreichst sie von allen Geräten. Wichtig zu wissen: bei US-Anbietern unterliegen die Daten US-Recht, bei deutschen Anbietern dem deutschen Datenschutz.

Managed Cloud →

Cookies

Kleine Text-Dateien, die Webseiten in deinem Browser ablegen

Cookies speichern kleine Infos lokal in deinem Browser, etwa dein Login-Status, dein Warenkorb oder deine Sprach-Einstellung. „Notwendige" Cookies sind okay, aber Tracking-Cookies folgen dir über mehrere Seiten und bauen Werbe-Profile auf. Seit DSGVO müssen Webseiten dich vorher fragen. Privacy-Tipp: regelmäßig Cookies löschen oder einen Privatsphäre-Modus nutzen.

DKIM

Digitale Signatur, die beweist dass eine Mail wirklich von dir kommt

Beim Versand bekommt jede Mail eine kryptografische Signatur, die der Empfänger gegen einen öffentlichen Schlüssel in den DNS-Einträgen deiner Domain prüft. Stimmt die Signatur, weiß der Empfänger: die Mail kommt wirklich von dieser Domain. DKIM zusammen mit SPF und DMARC verhindert dass deine Mails im Spam landen oder dass Fremde in deinem Namen mailen.

E-Mail-Sicherheit →

DMARC

Regel, was mit Mails passiert die SPF oder DKIM nicht bestehen

Ein Eintrag in den DNS-Einträgen deiner Domain, der den empfangenden Servern sagt: „Mails von dieser Domain die SPF oder DKIM nicht bestehen, bitte ablehnen oder als Spam markieren." Schützt vor Domain-Spoofing (jemand mailt in deinem Namen). DMARC funktioniert nur in Kombination mit SPF und DKIM.

E-Mail-Sicherheit →

DNS (Domain Name System)

Das Telefonbuch des Internets

DNS übersetzt Website-Namen wie kuljkin.de in IP-Adressen wie 217.160.0.5, mit denen Computer tatsächlich kommunizieren. Wenn du eine Adresse in den Browser tippst, fragt dein Gerät einen DNS-Server: „Wo finde ich diese Seite?" Wenn DNS langsam ist, scheinen alle Seiten langsam zu laden, auch wenn dein Anschluss schnell ist. Tipp: Cloudflare (1.1.1.1) oder Quad9 (9.9.9.9) sind oft schneller als der Provider-DNS.

DSGVO

Europäische Datenschutz-Grundverordnung seit 2018

Regelt wie Unternehmen mit personenbezogenen Daten umgehen müssen. Wichtige Punkte: Daten dürfen nur für definierte Zwecke gesammelt werden, Nutzer haben Auskunfts- und Löschrecht, Sicherheitsvorfälle müssen gemeldet werden. Daten in der EU sind besser geschützt als bei US-Anbietern, weil dort der CLOUD Act greifen kann.

Firewall

Filter zwischen deinem Netzwerk und dem Internet

Software oder Hardware, die festlegt welche Verbindungen rein und raus dürfen. Dein Router hat eine eingebaute Firewall, die unangefragte Verbindungen von außen blockiert. Auf modernen Betriebssystemen (macOS, Windows) gibt es zusätzlich eine Software-Firewall, die Verbindungen einzelner Programme kontrolliert.

Glasfaser

Internet-Anschluss über Lichtwellenleiter, nicht Kupferkabel

Glasfaser-Anschlüsse (FTTH, „Fiber to the Home") bieten symmetrische Geschwindigkeiten von 100 bis 10.000 MBit/s, also gleichschnell Download wie Upload. Im Vergleich zu DSL oder Kabel: stabiler, schneller, zukunftssicher. Aktuell noch nicht überall verfügbar, aber der Ausbau läuft. Wenn Glasfaser bei dir liegt, lohnt sich der Wechsel fast immer.

Anschluss & Router →

iCloud

Apple-Cloud für Fotos, Dateien, Backups und mehr

iCloud ist Apples Cloud-Dienst, integriert in jedes iPhone, iPad und Mac. Synct Fotos, Dateien (iCloud Drive), Kontakte, Kalender, Notizen und Geräte-Backups automatisch zwischen allen Apple-Geräten mit derselben Apple ID. Speicher startet bei 5 GB kostenlos, lohnt sich ab 50 GB für 99 Cent pro Monat. Wichtig: kein Backup im klassischen Sinn (3-2-1-Regel), eine zusätzliche externe Kopie ist sinnvoll.

Apple-Support →

IP-Adresse

Eindeutige Adresse deines Geräts im Netzwerk

Jedes Gerät im Internet (oder im Heimnetz) hat eine IP-Adresse, vergleichbar mit einer Telefonnummer. Im Heimnetz vergibt dein Router private IPs (z.B. 192.168.0.10). Nach außen siehst du mit der öffentlichen IP, die dein Provider zuteilt und meist täglich wechselt. Mit der IP können Webseiten oft das Bundesland erkennen, mehr nicht. Wer das nicht will, nutzt ein VPN.

LAN / Ethernet

Kabelgebundene Netzwerk-Verbindung

LAN (Local Area Network) ist das verkabelte Netzwerk zuhause oder im Büro, meist über Ethernet-Kabel mit RJ45-Stecker. Vorteil gegenüber WLAN: deutlich stabiler, schneller, weniger störanfällig. Für Computer am Schreibtisch, Smart-TV oder Spielkonsolen lohnt sich Ethernet-Kabel fast immer. Heute Standard: Cat6a oder Cat7-Kabel, gut für 10 Gigabit.

Latenz (Ping)

Wie lange dein Signal zum Server und zurück braucht

Latenz wird in Millisekunden (ms) gemessen und gibt an, wie schnell deine Daten reagieren. Niedrige Latenz ist wichtig für Videocalls (keine Verzögerung beim Sprechen) und Online-Gaming. Unter 20 ms ist sehr gut, 20 bis 50 ms ist okay, über 100 ms wird spürbar problematisch. Glasfaser hat meist die niedrigste Latenz, DSL die höchste.

Speedtest →

Mbit/s vs MB/s

Vorsicht beim Lesen: Megabit ≠ Megabyte

Internet-Geschwindigkeiten werden in **MBit/s** (Megabit pro Sekunde) gemessen, Datei-Größen aber in **MB** (Megabyte). Faustregel: teile MBit/s durch 8, dann hast du MB/s. Beispiel: 100 MBit/s Anschluss = ca. 12 MB/s tatsächliche Download-Geschwindigkeit. Anbieter werben mit MBit/s weil die Zahl höher klingt. Beim Download einer 1 GB Datei mit 100 MBit/s rechnen: 80 Sekunden, nicht 10.

Mesh-WLAN

Mehrere Access Points die zusammen ein einziges WLAN bilden

Statt eines Routers plus Repeater hängen mehrere kleine Geräte (Knoten) im Haus und reden miteinander. Dein Smartphone hängt automatisch beim nächstgelegenen Knoten, ohne dass du wechseln musst. Gut für größere Wohnungen und Häuser. Beispiele: AVM Mesh, TP-Link Deco, Ubiquiti UniFi.

WLAN-Erweiterung →

Modem

Das Gerät das das Internet-Signal vom Anbieter empfängt

Modem (Modulator-Demodulator) übersetzt das Signal deines Internet-Anbieters (DSL, Kabel, Glasfaser-ONT) in ein Format, das dein Router verarbeiten kann. Bei vielen modernen Geräten ist Modem + Router in einem Kasten kombiniert (FRITZ!Box-Routers). Bei Glasfaser ist Modem oft ein separates kleines Kästchen vom Anbieter (ONT), an das du deinen eigenen Router anschließt.

Anschluss & Router →

NAS

Network Attached Storage, ein kleiner Server zuhause

Eine Box mit einer oder mehreren Festplatten, die an deinem Router hängt und für alle Geräte im Haus erreichbar ist. Speichert Fotos, Dokumente, Filme zentral. Bekannte Hersteller: Synology, QNAP, Asustor. Mit Apps wie Synology Drive oder Nextcloud wird die NAS zur privaten Cloud. Ersetzt langfristig oft mehrere externe Festplatten.

Private Cloud →

Passwort-Manager

Programm das alle deine Passwörter sicher verwaltet

Statt überall dasselbe Passwort zu nutzen, hast du ein Master-Passwort, mit dem du den Manager öffnest. Der Manager speichert für jeden Dienst ein eigenes, langes, zufälliges Passwort und füllt es beim Login automatisch ein. Beispiele: 1Password, Bitwarden, Apple Keychain. Reduziert Risiko massiv: ein Leak bei einem Dienst betrifft nur diesen einen Account.

Passwort-Safe einrichten →

Phishing

Betrugs-Mails die nach Passwörtern oder Daten fischen

Mails oder Nachrichten, die so aussehen als kämen sie von deiner Bank, von Amazon, von PayPal oder vom Chef. Sie führen auf gefälschte Login-Seiten oder fordern Überweisungen. Erkennungs-Tipps: prüfe den Absender genau, klicke nicht auf Links sondern öffne die Seite manuell, achte auf seltsame Formulierungen oder unerwartete Dringlichkeit.

Ransomware

Trojaner der deine Dateien verschlüsselt und Lösegeld verlangt

Eine besonders fiese Schadprogramm-Form: einmal aktiviert, verschlüsselt sie alle deine Dateien (Fotos, Dokumente, sogar verbundene Festplatten) und zeigt eine Lösegeld-Forderung an. Zahlen hilft selten, weil oft kein Schlüssel zurückkommt. Einzig wirklich wirksamer Schutz: aktuelles Offsite-Backup, das nicht permanent am Rechner hängt. Plus Vorsicht bei Anhängen.

Datensicherung →

Repeater

Gerät das ein bestehendes WLAN-Signal erweitert

Repeater empfängt das Signal deines Routers und sendet es nochmal weiter, um die Reichweite zu vergrößern. Klingt einfach, hat aber Nachteile: halbiert oft die Bandbreite, Geräte hängen manchmal an der falschen Quelle fest, Verbindung kann instabil sein. Besser ist meist Mesh-WLAN oder kabelgebundener Access Point. Repeater ist die Notlösung wenn keine Kabel-Verlegung möglich ist.

WLAN-Erweiterung →

Router

Das Gerät das dein Internet verteilt

Der Router empfängt das Internet-Signal vom Anbieter und verteilt es an alle Geräte im Haus (per WLAN oder Kabel). Plus: er hat eine eingebaute Firewall und manchmal Telefon-Funktion. Beispiele: AVM FRITZ!Box, Asus, TP-Link, Ubiquiti. Wer einen schwachen Router hat, hat oft auch schlechtes WLAN, egal wie schnell der Tarif ist.

Anschluss & Router →

Smart Home

Geräte die du per App, Sprache oder Zeitplan steuerst

Heizung, Beleuchtung, Türschlösser, Rollläden oder Steckdosen, die mit deinem WLAN verbunden sind. Steuerbar per App (Apple Home, Google Home, Alexa), Sprachbefehl oder automatisch über Zeitpläne und Sensoren. Macht Alltag bequemer und spart oft Energie.

Smart Home einrichten →

Spam

Unerwünschte Massen-Mails, meist Werbung oder Betrug

Jeden Tag landen Milliarden Spam-Mails in Postfächern. Moderne Mail-Server filtern den Großteil automatisch in den Spam-Ordner. Wichtig: nie auf „Abmelden"-Links in Spam klicken (bestätigt nur deine aktive Adresse), Adresse nicht öffentlich auf Webseiten posten, und bei kuriosen Mails lieber direkt löschen statt zu antworten.

SPF

Liste der Server die für deine Domain mailen dürfen

Ein DNS-Eintrag deiner Domain, der festlegt: „Mails von diesen Server-Adressen sind echt, von anderen nicht." Verhindert dass jemand Mails in deinem Namen verschickt. SPF zusammen mit DKIM und DMARC sorgt dafür dass deine echten Mails ankommen und gefälschte abgewiesen werden.

E-Mail-Sicherheit →

SSL/TLS

Verschlüsselung zwischen deinem Browser und der Webseite

Wenn eine Webseite https:// beginnt (mit Schloss-Symbol), läuft die Verbindung verschlüsselt. Niemand zwischen dir und dem Server kann mitlesen was du eingibst (Passwörter, Kreditkarte). TLS ist der aktuelle Standard, SSL ist der ältere Name. Webseiten ohne Verschlüsselung (http://) sollte man heute nicht mehr ernst nehmen.

Trojaner

Schadprogramm das sich als nützlich tarnt

Ein Programm das du dir versehentlich installierst (über E-Mail-Anhang, dubiose Website, scheinbar harmlose App), das aber im Hintergrund Schaden anrichtet: Daten verschlüsselt (Ransomware), Passwörter abgreift oder deine Hardware für Angriffe nutzt. Schutz: Vorsicht bei Anhängen, aktuelle Software, Virenscanner, gute Passwort-Hygiene.

Update

Aktualisierung von Software um Fehler und Sicherheitslücken zu beheben

Software wird ständig weiterentwickelt, sowohl mit neuen Funktionen als auch mit Sicherheits-Patches. Updates sollten zeitnah installiert werden, weil Sicherheitslücken sonst von Angreifern ausgenutzt werden können. Betriebssystem-Updates (macOS, Windows, iOS, Android) sind besonders wichtig. Tipp: automatische Updates aktivieren, dann muss man weniger nachdenken.

Carepack →

Verschlüsselung

Daten werden so umgewandelt dass nur Berechtigte sie lesen

Mit einem Schlüssel (oft ein Passwort) werden Daten in eine unlesbare Form umgewandelt. Ohne den Schlüssel sind sie wertlos. Beispiele: Festplatten-Verschlüsselung (FileVault, BitLocker) schützt Daten bei Diebstahl des Geräts. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp oder Signal sorgt dafür dass selbst der Anbieter nicht mitlesen kann.

Virenscanner

Software die Schadprogramme auf deinem Rechner findet

Ein Virenscanner prüft Dateien und laufende Prozesse auf bekannte Schadprogramme und Verhaltens-Muster. Auf Windows ist der eingebaute Defender heute solide und reicht für die meisten Privatnutzer. Auf macOS ist die Schutz-Architektur strenger, ein zusätzlicher Scanner meist nicht nötig. Wichtig sind eher: aktuelles System, Vorsicht beim Klicken, gute Backups.

VPN

Verschlüsselter Tunnel ins Internet, oft über fremde Länder

Statt direkt ins Internet zu gehen, läuft dein Traffic durch einen verschlüsselten Tunnel zu einem VPN-Server. Effekte: dein ISP sieht nicht was du machst, deine IP-Adresse wird durch die des Servers ersetzt, du kannst geo-blockierte Inhalte ansehen. Für Privatkunden nützlich im öffentlichen WLAN oder beim Reisen. Beispiele: Mullvad, Proton VPN, NordVPN.

WLAN-Standards (Wi-Fi 5/6/6E/7)

Generationen des WLAN-Funks, neuere sind schneller und stabiler

Wi-Fi 5 (ac) ist heute Mindeststandard für Streaming und Cloud. Wi-Fi 6 bringt deutlich mehr Tempo und vor allem bessere Verteilung bei vielen gleichzeitigen Geräten. Wi-Fi 6E nutzt zusätzlich das 6-GHz-Band für weniger Störungen, Wi-Fi 7 ist die kommende Generation für Glasfaser-Tarife. Wer 2026 einen neuen Router kauft, sollte mindestens Wi-Fi 6 wählen.

WLAN-Ausleuchtung →
noch was offen

Begriff fehlt? Schreib mir.

Wenn dir ein Begriff in einer Anleitung oder Werbung begegnet, den du gerne erklärt hättest, sag mir Bescheid. Ich nehme ihn auf und schicke dir den Glossar-Eintrag.

Begriff vorschlagen