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Die Vorstellung, dass jemand Fremdes in deine Privatsphäre eindringt, ist furchtbar. Es geht dabei nicht nur um gestohlene Wertgegenstände, sondern um das Gefühl der Sicherheit, das zerstört wird. Ich weiß, diese Angst ist real, aber ich möchte dir heute sagen: Du bist dem nicht hilflos ausgeliefert.
Die meisten Einbrüche sind keine Hollywood-reifen Coups, sondern Gelegenheitsdiebstähle. Das heißt: Je schwieriger und zeitraubender du es dem Täter machst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich ein leichteres Ziel sucht.
Hier sind meine fünf wichtigsten Tipps, mit denen du dein Zuhause unattraktiv für ungebetene Gäste machst:
1. Simuliere deine Anwesenheit – Licht ist dein bester Freund
Ein leeres, dunkles Haus signalisiert: Hier ist freie Bahn. Das ist das A und O der Prävention. Du musst keine teuren Smart-Home-Systeme kaufen, um Anwesenheit vorzutäuschen. Investiere in einfache Zeitschaltuhren.
Lass Licht in wechselnden Räumen an- und ausgehen. Ein Radio oder der Fernseher auf Zimmerlautstärke kann ebenfalls Wunder wirken. Wichtig: Lass nicht einfach nur die Flurbeleuchtung 24/7 an. Einbrecher beobachten die Häuser oft. Wenn das Muster nicht variiert, wissen sie Bescheid.
2. Digital Detox: Dein Urlaub ist privat
Ich weiß, das erste Urlaubsfoto am Strand mit einem Cocktail ist verlockend. Aber bitte, bitte: Poste deine Urlaubsbilder erst, wenn du wieder sicher zu Hause bist.
Wenn du auf Instagram postest, dass du für zwei Wochen in Thailand bist, lieferst du eine offizielle Einladung. Das Gleiche gilt für Abwesenheitsnotizen im E-Mail-Postfach, die zu spezifische Daten nennen. Sei vage, schütze deine Daten und genieße deinen Urlaub im Stillen. Die Fotos kannst du später immer noch teilen.
3. Schließe wirklich ab – Kippfenster sind offene Türen
Ganz ehrlich: Wie oft verlässt du das Haus und denkst: “Ach, das Kellerfenster kann ruhig gekippt bleiben” oder “Ich bin ja nur kurz beim Bäcker, da brauche ich nicht zuzusperren”?
Für Einbrecher gilt ein gekipptes Fenster als offen. Sie können es in Sekundenschnelle aufhebeln, oft ohne großen Lärm. Gewöhne dir an, Fenster immer vollständig zu schließen und abzuschließen – auch wenn du nur kurz weg bist oder dich im ersten Stock befindest. Das mag lästig sein, aber es ist die effektivste Sofortmaßnahme.
4. Hol dir mechanische Verstärkung
Einbrecher arbeiten unter Zeitdruck. Die meisten geben nach wenigen Minuten auf, wenn sie nicht ins Haus kommen. Genau hier setzt die mechanische Sicherung an.
Wenn du im Erdgeschoss wohnst, solltest du über Pilzkopfverriegelungen nachdenken. Diese erschweren das Aushebeln der Fenster massiv. Überprüfe außerdem deine Terrassen- und Haustürschlösser. Ein hochwertiger Schließzylinder, der nicht übersteht, und eventuell ein Zusatzschloss sind keine unnötigen Kosten, sondern eine Investition in dein Seelenheil.
5. Kooperation ist deine beste Alarmanlage
Deine Nachbarn sind deine besten Verbündeten. Das ist keine Überwachung, das ist Gemeinschaft.
Wenn du in den Urlaub fährst, sprich mit deinen Vertrauenspersonen. Bitte sie darum, den Briefkasten zu leeren (ein überquellender Kasten ist ein deutliches Signal für Abwesenheit), die Mülltonnen reinzustellen oder vielleicht einmal dein Auto umzuparken.
Und noch ein Tipp: Wenn du längere Zeit weg bist, bitte jemanden, gelegentlich den Rasen zu mähen oder Schnee zu schippen. Ein gepflegtes Erscheinungsbild suggeriert, dass das Haus bewohnt ist.
Du siehst: Es geht weniger darum, teure Gadgets zu kaufen, sondern darum, Gewohnheiten zu ändern und Wachsamkeit zu zeigen. Mach es dem Einbrecher so schwer und unangenehm wie möglich. Fang am besten heute damit an, dein Zuhause Stück für Stück sicherer zu machen. Du hast es in der Hand!



